Ganztag im Bestand: Wenn Stühle Geschichten erzählen

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Der Ganztag im Bestand wirft bei unseren Kindern viele Fragen auf. „Müssen wir dann länger bleiben?“ oder „Dürfen wir dann noch spielen?“ fragen sie.

In Gruppengesprächen und Kinderkonferenzen sammeln wir diese Gedanken, erklären, was wir schon wissen und überlegen gemeinsam: Was muss sich zuerst ändern, damit der Ganztag für alle gut wird?

Die Antwort kommt schnell und ziemlich eindeutig: Der Speisesaal. „Die Stühle sind älter als wir, da haben schon unsere Eltern drauf gesessen“, meinten die Kinder. Manche gehen sogar noch weiter: „Vielleicht sogar Oma und Opa. “ Besonders die Holzstühle stehen in der Kritik. „Da klemmt man sich voll die Haare ein“, berichten vor allem die Mädchen – Mittagessen mit Frisur-Risiko inklusive.

Dazu ist es im Speisesaal so laut, dass man sein eigenes Wort kaum versteht. „Man muss ganz schnell essen, sonst habe ich keine Zeit mit Freunden in der Pause.“ Eine Pause fühlt sich anders an. Für den Ganztag im Bestand wünschen sich die Kinder deshalb einen neuen, gemütlichen Speisesaal, in dem man sitzen bleiben, Zeit mit Freunden verbringen möchte, ohne dass es knarzt, wackelt oder ziept. Am liebsten Essen in Buffetform: „Dann kann jeder nehmen, worauf er Hunger hat.“ Klingt einfach – und ziemlich vernünftig.

Ansonsten sind die Kinder sich einig: Im Hort fühlen sie sich wohl. Jetzt hoffen sie nur, dass der Ganztag dort beginnt, wo der Schuh – oder besser gesagt der Stuhl – am meisten drückt und neue Ideen dringend gebraucht werden.

Die Kinder aus dem Hort Schatztkiste


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